Willkommen in Grado

Grado und die Lagune bilden eine landschaftliche, künstlerische, historische und anthropologische Einheit, die in der Region Friaul Julisches Venetien und sogar innerhalb der Provinz Görz originell und einzigartig sind.

Die Geschichte greift in eine komplexe und ferne Vergangenheit und verschmelzt sich mit der Geschichte von Aquileia vor den ersten barbarischen Überfällen; dann lebt Grado weiter am Rande der Geschichte der Republik Venedig "Serenissima" und nach deren Niedergang kam die kleine Seestadt unter die Fürstenschaft Görz und Gradisca.
Nach dem Niedergang des Österreichischen Kaisertums spielte dann Grado noch weiter eine Rolle in der Geschichte Italiens.

Mit über 12 tausend Hektar ist die Lagune von Grado, die sich mit über 25 km Nehrung nach Westen in die Lagune von Marano erstreckt, die schönste in dem ganzen Mittelmeer.

Ein Gewirr von Kanälen und Tälern unter den "Mote", wie die Gradoeinwohner die kleinen Laguneninsel nennen, die mit Schilfen und Sträuchern bekleidet sind.
Eine zeitlose Ortschaft zwischen Wasser und Wind, wo die Stille herrscht. Ein einzigartiges und delikates Ökosystem, das heute noch ganz gut geschützt wird: dazu wurden zwei große Naturschutzgebiete, ideales Habitat für viele Wasservogelarten, die hier nisten oder überwintern wie Reiher, Wasserhühner, Stockenten, Krickenten, Knäkenten, Enten und Möwen.

Auf den kleinen Inseln, die heute noch die alten Gradeschen Namen tragen, lebte die Fischer in strohgedeckten Hütten, den „Casoni".Nur wenige Fischer leben noch das ganze Jahr hier, die „Casoni" sind aber immer noch ein Wahrzeichen der Lagune und Bezugspunkte für die vielen vom Fischfang lebenden Grado-Einwohner.
Einige Hütten werden im Sommer rustikale Gaststätte, wo man leckere Fischgerichte mit Polenta und friaulischen Wein kosten kann.Nur das spitzige Dach unterbricht den glatten Horizont der Lagune.

Die rechteckigen Bauten mit dem pyramidenförmigen Strohdach werden seit ewig auf dieseWeise errichtet, zwar mit dem spärlichen vorhandenen Material: Pfahle, Schilfe, Stroh und Weide.Im Inneren ist nur ein einziges großes Zimmer mit Feuerstelle. Die Eingangstür ist westlich gerichtet, um das Haus vor den kalten Ostwinden zu schützen.